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Wir
sind nicht normal ............ Urlaub ist für meine Frau und für mich
KEINEN Koffer zu packen, NICHT zu fliegen sondern einfach mal länger an
EINEM Ort zu bleiben.
Das
ist wahrer Luxus, die Inmobilität, das Bleiben. Einfach an einem Ort zu
sein, zu bleiben, nicht in Hotels zu schlafen.
Aber
................ dies war auch kein Urlaub, sondern ein Familientreffen,
denn mein Vater wurde 80 Jahre alt und mein Bruder und Frau kamen auch,
so dass wir alle zusammen feiern konnten.
Mein
Vater am Mar Menor
Ausserdem
ist gerade auch unser Freund Heiner mit Frau Veronika in Spanien, wir
wollen dort gemeinsam eine – oder mehrere – Zigarren rauchen.
Und
so stehen wir frühmorgens am Gate in FRA und ich freue mich wie ein kleines
Kind das gerade feines Spielzeug sieht, als ich den Bobby erblicke der
uns nach Valencia fliegen soll ( die B-737 wird bei LH zärtlich Bobby
genannt ), und jeder der drauf gearbeitet, geflogen oder ausgebildet worden
ist liebt es ebenso.
Es
ist einfach eine Philosophie.
Nach
7 Jahren auf der Langstrecke und den „Dickschiffen“ ist es nicht gerade
so, dass ich die 5-Tage-Frühaufsteher vermisse, aber ich vermisse dieses
kleine Ding, wo man früher den neuen Kapitänen sagen musste, dass sie
es „nicht mit ins Hotel nehmen dürften“, so knufflig und gutmütig sieht
es aus und fliegt es auch.
Das kleine Kraftprotz ist, zusammen mit der DC-10, mein Liebling.
Hier
habe ich fast ein Drittel ( 2214 Legs ) meiner Gesamtlegs absolviert und
war von 1986 bis 1998 P I.
Ich
geniesse den Flug mit dem Bobby.
Von
Valencia geht es dann die Küstenautobahn hinunter an Alicante vorbei nach
La Manga del Mar Menor, dem grössten Inlandsmeer Europas, vom Mittelmeer
nur durch einen ca. 40 km langen und teilweise nur ein paar Hundert Meter
breiten „Ärmel“ ( Manga ) getrennt.
Links
das Mittelmeer, La Manga, Mar Menor, rechts der Flughafen San Javier
Gegenüber
La Manga, in San Pedro/Lo Pagan wohnen meine Eltern, 300 Meter zum Strand,
3 Kilometer zum Mittelmeer.
Wir
„leiden“ im September unter Temperaturen von 34 Grad und 90 % RLF. Die
Zigarren freuen sich, wir trotz AirCon weniger. Nachts sind es immer noch
26-27 Grad.
Meine
Frau und Schwägerin haben Stöcke zum Nordic Walking mitgebracht, und so
laufen wir morgens die flachen Wege an den Salinen vorbei mit ihren Flamingos,
rechts das Mar Menor, hin zur Mühle, die die Trennung von La Manga bedeutet,
sehen den ca. 150 Meter breiten Kanal der das Mar Menor vom Mittelmeer
trennt, und laufen weiter zum Naturgeschützten Mittelmeerstrand.
Morgens
die Flamingos in den Salinen
Die
RentnerInnen die dort auch gehen, walken und laufen oder den Heilschlamm
der Salinen anwenden, sind neugierig und befragen die Frauen höflich nach
dem Sinn der Stöcke.
Und
Inge beim Nordic Walking bei 25 Grad um 08h
Jacquie
& Inge mit einem „Schlamm Anwender“
Sie freuen sich über die Erklärungen und ich sehe bereits jetzt Tausende
spanischer Rentner mit Nordic Walking Stöcken diesen Winter laufen.
Wir
fahren gerne nach Cartagena, gerade 20 Minuten entfernt, spazieren durch
die Hauptstrasse zum Hafen hinunter, oder in die Hauptstadt Murcia, sehr
interessant und mit viel Geschichte.
Cartagena
Cartagena
Hafen
Ohne
Worte
La
Manga selbst ist hässlich, verbaut, betoniert und nur Juli/August mit
Leben erfüllt.
Schöner
ist es im Hyatt La Manga
www.lamanga.regency.hyatt.com
Eine
fantastische Resort Anlage mit Blick auf das Mar Menor. Im Winter kommen
hier die besten Fussballclubs ( Real Madrid, ManU, Bayern ) zum Winterquartier.
Mittags
bin ich an der Lonja del Pescado, der Fischhalle, wo Pedro, ein Freund,
die Auktionen leitet und die Preise/Gewichte überwacht.
Ich rauche eine kleine Upmann Majestic oder eine Allones Small Club Corona,
trinke Cafe con Leche und lese El Mundo in Ruhe.
Mein
Vater und Bruder kommen dazu, wir essen ein paar Tapas, was meine Mutter
ärgert die uns um 14h30 zum Mittagessen mit Hunger erwartet.
Nach
dem Abendessen mit Familie bei Cafe Copa y Puro
Und
beim Mittagessen
Aber wir können diesen leckeren Köstlichkeiten die wir in Deutschland
so vermissen nicht widerstehen.
Besonders
wenn z.B. Pedro uns fangfrische, gerade noch lebende Langostinos vom Mar
Menor anbietet. Sie schmecken aufgrund des Salzgehaltes des Mar Menor
besonders lecker und können eigentlich nur hier frisch gegessen werden,
denn ein paar Stunden nach dem Tod verfärben sie sich.
Langostinos
del Mar Menor
Schöne
Atmosphäre am Mar Menor, im Hintergrund La Manga
Pedro
setzt sich zu uns, raucht auch gerne Zigarre, wir unterhalten uns, es
ist einfach schön.
Bei
Diego, einem anderen guten Bekannten aus dem Ort, mache ich einen Termin
damit Heiner und ich in Ruhe seine Cava de Habanos besuchen können
www.habanosdiego.com
Er
informiert mich, dass ab Mittwoch die neuen Trinidad Formate erhältlich
sind. Sein Tabakladen besteht seit über 100 Jahren, ist aber modern eingerichtet.
Er hat alles an Zigarren und Zubehör.
Dann
reserviere ich einen Tisch in der Casa del Reloj, ein Restaurant im Nachbarort
San Pedro del Pinatar
www.restaurantelacasadelreloj.com
Eine
alte Residenz inmitten eines Palmengartens, alte Salons voller Kunstschätze,
Gemälde- und Antiquitätengalerie, eine herrliche Piano Bar mit exzellentem
Humidor und Zigarrenangebot zu sehr guten Preisen und ein Feinschmecker
Restaurant für die regionale Küche Murcias mit Schwepunkt auf Reisgerichte
und Fleisch vom Stein.
Seit
Jahren kommen mein Bruder und ich, alleine oder mit unseren Frauen hierher
zum Sundowner im Sommer, zu einem Glas Rotwein im Winter, zur gemütlichen
Zigarre. Muchas
Gracias Eva !
Das
Essen ist ausgezeichnet und für diese Kategorie nicht einmal teuer. Besonders
der Weinkeller hat hervorragende Schätze zu annehmbaren Preisen, darunter
Granaten wie Protos, Coto de Imaz, alle Faustinos und Vega Sicilias.
Der
Service ist beispielhaft, herzlich, warm, professionell aber voller Liebe
zum Detail und zum Gast.
Mein
Vater kennt den Vater des Besitzers und Don Francisco ist so grosszügig
uns eine private Führung durch die Residenz zu geben. Wir können, abseits
des Gästebetriebes, alle Räume, die Küchen, den Weinkeller bewundern,
und bekommen von Don Francisco die Geschichte des Hauses, der Künstler,
der Besucher erklärt.
La
Casa del Reloj, Treppenhaus zur Bar
Inge
in einem der vielen Salons
Don
Francisco erklärt uns das Haus
La
Casa del Reloj
Die
Salons mit dem Patio im Hintergrund
Gutes
Angebot, unten ein Torres 10 Anos
Überall
Details
Vielleicht
auch eine Beschäftigungstherapie für ihn, denn diesen Sommer hat er seinen
6-jährigen Enkel tragisch beim Schwimmen im Mittelmeer verloren.
Umso
dankbarer sind wir für seine Zeit und seine Freundlichkeit.
Sein
Sohn betreibt noch das Restaurant Porto Chico am Yachtclub von San Pedro
und die alte,1856 erbaute und für Kreuzfahrten restaurierte Segelyacht,
das Pailleboot „Isla Ebusitana“
www.islaebusitana.com
Eine
Schönheit.
Im
Porto Chico in San Pedro
Heiner
und Veronika kommen uns besuchen, sie urlauben gerade nördlich von Alicante.
Mein
Vater und ich kommen ihnen in San Pedro entgegen und Don Francisco, den
ich gerade im Schatten vor der Tür der Casa del Reloj sitzen sehe, wird
uns erneut eine Führung der Residenz geben.
Heiner,
Don Francisco, Veronika & mein Vater in La Casa del Reloj
In
der Bar, hinter Veronika der Humidor, darüber Modell des Hauses
In
einem der Salons im ersten Stock
Muchas
Gracias Don Francisco !
Heiner
und Veronika sind beindruckt von der Exklusivität, der kulturellen Schätze
und des guten Geschmacks das das Haus prägt.
Erbaut
wurde es 1895, hier lebte kurz und starb 1899 der spanische Präsident
Don Emilio Castelar. Nach 7 Jahren Renovierung wurde es 1995 in seiner
heutigen Form eröffnet.
Berühmte
Gäste kommen her, vom span. Thronfolger Principe de Asturias über berühmte
Fussballspieler, Schauspieler bis zum Präsidenten von Real Madrid. Alle
geniessen hier die Atmosphäre, den Service und die frische Küche.
Vor
dem Abendessen steht jedoch der Zigarreneinkauf bei Diego. Wir sind im
grossen Walk-In Humidor ungestört, stöbern, nehmen hier etwas, dort noch
etwas dazu.
Heiner
vor, Diego hinter der Kasse
Ich
nehme eine Kiste San Cristobal de La Habana La Fuerza, wunderschönes Deckblatt,
hervorragender Smoke, eine Kiste Rey del Mundo Demi Tasse, Vega Robaina
Famosos und dann die begehrten Trinidad in den neuen Formaten, dazu einige
lose Partagas Serie D # 1 EL 2004 sowie Romeo y Julieta EL 2004, Edmundos,
Siglo VI. Auch Heiner stellt sich eine Auswahl zusammen.
Wir
erhalten von Diego als Abschiedsgeschenk einen sehr schönen Montecristo
Aschenbecher sowie einen Habanos Cutter. Nette Geste, der Aschenbecher
ist richtig schön und schwer.
Danach
fahre ich mit Heiner bis zum nahe gelegenen Flughafen von San Javier,
nur drei Kilometer von uns entfernt. Es ist gleichzeitig die spanische
Luftwaffen Akademie und wird mittlerweile auch oft von Charter und Linien
Airlines angeflogen.
Direkt von FRA wurde es von Aero-Lloyd angeflogen, was natürlich für uns
ein grosser Vorteil war, man konnte im wahrsten Sinne des Wortes zum Flughafen
am Strand entlang laufen.
Wir
fahren an der Strandpromenade entlang zurück, der Strand ist voller Menschen,
alles Madrilenen die hier eine Zweit Wohnung haben oder Rentner die sich
hier wegen dem mildesten Klima Spaniens niedergelassen haben.
Wir
treffen uns dann alle zusammen an der Lonja del Pescado und nehmen ein
Mittagessen in der Kneipe, die dort der Treffpunkt der Fischer ist.
In
der Lonja del Pescado nach dem Mittagessen
Es gibt Sardinen, Fritura Mixta, Merluza fresca, Almejas und vor allem
viel Spass. 2 Stunden sitzen wir draussen, reden, lachen, erzählen, Pedro
gesellt sich dazu, wir rauchen eine schöne Cohiba.
Mein Vater erzählt wie er bereits seit seiner Kindheit raucht, über 70
Jahre jetzt.
Mit
meinem Vater beim Gallego in Lo Pagan
Cafe
Copa y Puro in Lo Pagan
Da mein Bruder 50 geworden ist, überraschen meine Frau und ich ihn mit
einem Beijing Flug im Oktober mit uns, er freut sich, da wollte er gerne
hin.
Gegen
16h30 trennen wir uns dann zur verdienten Siesta. Sie ist nötig, denn
abends geht es in die Casa del Reloj.
Um
19h30 nehmen wir einen Aperitif an der Bar, direkt am Humidor. Campari
mit frisch gepresstem Orangensaft, trockener Weisswein. Die Preise sind
wirklich sehr fair und überraschen uns angenehm. Der Service von Eva ist
perfekt.
Wir
sitzen dann im offenen Patio von 21h bis Mitternacht und geniessen ein
exzellentes Abendessen, Gambas als Ajillo, Pimientos rellenos de Bacalao,
Cordero, Chuletitas de Cabrito, Dorada, dazu einen Coto de Imaz und ein
Protos. Abschluss dann Cafe, Copa Torres 10 Anos y Puro Habano Trinidad
Robusto Extra.
Und
in der Casa del Reloj nach dem Abendessen
La
buena Vida ..............
Ich
hatte eine gute Werbung gesehen : You only live once, but if you do it
well, once is enough.
Wir
besuchen dann Heiner und Veronika auf dem Rückweg und sie geben uns eine
atemberaubende, unvergessliche Tour durch das Hinterland von Calpe/Benissa/Altea.
Nach
einem schönen Cava Frühstück mit irrer Mittelmeersicht, von Heiner frisch
geholten Brötchen und leckerer Konfitüre geht es zum Mirador de Toix über
Calpe und dem Peñon de Ifach.
Blick
auf Calpe und den Felsen ( Peñon
) von Ifach vom Mirador Toix
Die letzten 100 Höhenmeter machen allerdings zu schaffen, denn es geht
steil hinunter auf der linken Seite.
Wir
blicken über Calpe hinweg, an klaren Tagen kann man sogar Ibiza sehen,
rechts dann von Altea bis hinunter nach Benidorm. Atemberaubend, unvergesslich.
Es
geht weiter über Altea ins Inland. Wir fahren an die Wasserquellen voller
Palmen von Carrosa d’en Sarria, weiter über die Serpentinenstrasse der
Sierra de Bernia zum Coll de Rates, 540 Meter hoch, eine unglaubliche,
faszinierende Landschaft begleitet uns.
Der
Berghof leider zu, die Tischdecke legt sich auf den Berg
In
der Sierra de Bernia
Wir fahren hinunter nach Xalon, besuchen die Winzer Genossenschaft, kaufen
Wein und Öl ein. Ein Cortado in der Bar von Senor Hallelluja der sich
zur Belustigung von Touristen Rotwein aus dem Porron über die Nase in
den Mund laufen lässt und jeden Gast mit Halleluja begrüsst. Aufgrund
des Ansturms kann ich mir gut vorstellen dass er Abends auch ein Dankgebet
loslässt.
In
der Wein Ko-Operative von Xalon
Weiter
geht es dann hoch in die Sierra von Bernia, der Berg türmt vor uns mit
1129 Metern, eine Tischdecke aus Wolken liegt darauf, es ist der „Hausberg“
von Heiner. Dahinter lebt er.
Leider
sind die urigen Gasthöfe in der Sierra geschlossen, es ist Montag. Wir
fahren daher wieder hinunter, die vielen Autowracks die in den Hängen
liegen erinnern uns dran wie gefährlich die Strasse hier sein kann.
Über die Mittelmeer Autobahn nach Benissa und dann in der Casa Eusebio
an der Theke – wie es sich gehört – Tapas gegessen, eine leckerer als
die andere.
Cafe
Copa y Puro in der Casa Eusebio, Benissa
Wir essen die Tapas Karte rauf und runter, krönen das Ganze dann mit einem
Cafe, Copa und eine Puro La Fuerza.
Erneut
ist Siesta angesagt, denn Abends fahren wir nach Benissa ins Rest. Canto,
ein äusserst geschmackvoll eingerichtetes, erstklassiges Restaurant mit
hervorragender Marktküche. Der Besitzer heisst uns willkommen, wir lassen
das Ambiente einwirken.
Restaurante
Canto, Benissa
Erneut
geniessen wir ein perfektes Abendessen, zwei gute Flaschen Faustino V
dazu und am Ende gönnen wir uns die übliche Cafe, Copa y Puro Arie, Torres
10 Anos und Partagas Ser D # 1 EL 2004, wieder eine Traumzigarre.
Abschied
von Cafe Copa y Puro in Spanien
Keine der Zigarren hier in Spanien hat enttäuscht, alle waren perfekt
im Zug, Abbrand und himmlisch im Geschmack.
Und
Che schaut zu
Früh
am nächsten Morgen fahren wir durch die Orangenhaine nach Valencia.
Wir
fliegen zurück, packen neu und dann geht es in den Urlaub an die Algarve.
Die
Algarve ist glücklicherweise ebenfalls unser Zuhause. Wir freuen uns drauf
!
Copyright
@ 09-2004 Ninos Flying Cigar

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