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Am 28.November hatte das Mainzer
Hyatt zum letzten mal in diesem Jahr zu einem Zigarrenabend geladen.
Und diese Einladung hatte es
in sich !
In vertrauter lockerer Form
moderierte Karl-Heinz van Lier die Veranstaltung an, die unter dem Motto
„Whiskys zur Zigarre“ stand.
Kein geringerer als Professor
Schobert führte uns in die wunderbare Welt der schottischen Single Malts
ein.
Er war den ganzen Abend über
ein Erzähler und Erklärer, der einem mit seinem Wissen beinahe erschlägt,
aber auch mit seinem Enthusiasmus für den Single Malt mitzureissen versteht.
Die ungezwungene humorvolle
Art seiner Erklärungen tat sein übriges um ihm gebannt zu lauschen.
Für die Zigarrenauswahl zeichnete
sich Walter Born von der Bensheimer „Rauchkultur Seiler“ verantwortlich.
Auch seine Erläuterungen zu
den begleitenden Zigarren gewohnt präzise und treffend formuliert.
Der Abend fand wie immer in
den historischen Gemäuern des alten Fort Malakoff statt, das wunderbar
in den modernen Hotelbau integriert ist.
Eine erste Überraschung bestand
in der „Sitzordnung“: es gab kleine Sitzgruppen mit bequemen Ledersesseln
und niedrigen Loungetischen.
Im Verlaufe des Abends zauberte
die Küche für uns solche Leckereinen wie Kabeljaufilets mit Rotweinbutterschalotten,
Trüffelrisotto und eine geschmorte Kalbsbacke mit Schnittlauch -
Kartoffelpürée.
Alles war so zart zubereitet,
dass man es bequem im Sessel alleine mit einer Gabel teilen und essen
konnte.
Den Abschluss bildete ein ausgezeichnetes
Dessertbuffet.
Die zwischenzeitlich gereichten
6 Whiskys wurden paarweise serviert :
Als erstes Paar wurde ein 10
Jahre alter Springbank (Campbeltown) mit 57 % Vol. und ein ebenfalls 10
Jahre alter Longrow (Campbeltown) serviert.
Ersterer mag mit seinem hohen
Alkoholgehalt als Starter verwundern, zeigte sich aber nach dem Verdünnen
mit Wasser als ein angenehmer einstieg.
Der Longrow hatte eine ausgeprägte
phenolische Nase und passte insgesamt besser zur dazu gereichten El Rey
del Mundo Lunch Club.
Die Zigarre war sehr gut und
man genoss ihr Alter - sie lag schon 5 Jahre im Humidor.
Ein wirklich feiner aber ausdrucksstarker
Smoke.
Den mittleren Teil bestritten
zwei Whiskys aus der „Bruichladdich“ Destillerie von Islay :
Ein in Banyuls-Fässern endausgebauter
Whisky mit dem Namen „Rocks“ und ein Blend aus 3 verschiedenen Whiskys
( einem 98er, einem 01er und einem 15 Jahre alten Whisky ) mit dem Namen
„Móine Mhor“, was bedeutet „Grosser Torf“.
Den ersteren kann man laut Empfehlung
der Destillerie sogar mit Eis (!) trinken.
Hat aber doch keiner gemacht,
er hat auch so sehr gut geschmeckt.
Man spürte die Süsse, die er
durch das Banyuls-Fass aufgenommen hatte.
Der „Móine Mhor“ wirkte robuster
und ist auch stärker getorft.
Er passte auch besser zur zweiten
Zigarre: einer jungen Saint Luis Rey Regios aus dem 50er Cabinet.
Eine allgemein gelobte Zigarre
trotz ihrer Jugend - ich kann leider nicht viel dazu sagen, da ich
ein wirklich „kubanisches“ Exemplar mit famosem Schiefbrand erwischte
und schon nach wenigen Minuten entnervt aufgab.
Habe mir aber noch ein paar
Exemplare gesichert um ihr mal wieder eine Chance zu geben.
Den krönenden Abschluss bildeten
zwei Whiskys aus der Destillerie von Lagavulin:
Einen klassischen 16 Jahre alten
Whisky und einen 1989 „Distillers Edition“.
Auch hier wie bei den beiden
Vorgängern unverkennbar die Herkunft von der Islay Insel.
Der zweite zeigte dabei eine
intensive eingebunden Süsse, die ihn noch runder, harmonischer erscheinen
liess.
Er passte auch besser zur gereichten
„Vegas Robaina“ Unicos .
Dieses Torpedo war natürlich
zigarrentechnisch der Höhepunkt des Abends und entschädigte mich in vollem
Umfange für die mit meiner Regios erlittenen Qualen.
Eine tolle kräftige Zigarre
mit vollem Körper und einem Feuerwerk an erdigen ,kräftigen Aromen.
Sie und der Lagavulin bildeten
für mich an diesem Abend das perfekte Paar.
Falls ich mit meinem Bericht
das Interesse des einen oder anderen an diesen Veranstaltungen geweckt
haben sollte, so kann er sich die folgenden Termine im nächsten Jahr ja
schon mal vormerken :
30.01.06, 28.03.06,
29.05.06, 31.07.06, 25.09.06 und den 27.11.06.
Über neue Gesichter freut man
sich hier immer!
Andreas „Rheinhessenraucher“
Elisabeth & Heiner
Franz
Karl
Heinz van Lier in seinem Element
Bernhard in seinem
Bernd
"Tyremountain" geniesst
Don
Walter erklärt
Gottfried greift zu
Bernhard " der Feinmechaniker ", schneidet die Zigarre mit seinem
Rasiermesser
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Flying Cigar 12-2005
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