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| Nino / Vospeisen & Super Bocks / Stockfisch / UDPM Mainz |
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| SLR / Maciera Brandy & Bica / UDPM Mainz |
Michael holt mich wieder im Hotel ab und wir gehen etwas durch die Innenstadt von Mainz, trinken einen Kaffe und gehen dann noch kurz einen Happen Pappen im Heiliggeist, einer zum Restaurant umgebauten Kirche. Dabei erträgt Michael alle meine Fragen zu Mainz, den umliegenden Städten und den Bundesländern geduldig und gibt einen ausgezeichneten Fremdenführer ab! Allzu schnell vergeht der Morgen und wir müssen schon wieder weiter.
So ganz waren die Super Bockshörner doch nicht abgeworfen, denn erst ein Anruf Toms holt mich aus dem Bett. Unter Zeitdruck, da wir uns um 13 Uhr mit Nino verabredet haben, laufen wir auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten und Cafes durch Mainz. Wo sind sie wenn man sie braucht. Erstere kreuzen auf der Suche nach letzteren nicht in Übermaßen unseren Weg. Immerhin fallen mir zwei, drei schlaue Sätze ein und wir finden im Heilliggeist einen genehmen Bagel bevor es mit Bleifuß zum Flughafen geht.
Lufthansa Technik
Tom
Am Nachmittag nimmt uns Nino mit zu einer Besichtung der Flugzeug- und Triebwerkwartung der Lufthansa in Frankfurt. Wir dürfen in die heiligen Hallen und können das Innenleben einer 747 vom Cockpit bis zur Blackbox im Heck anschauen. Herr Peter Hühner hat sich extra bereit erklärt uns alles zu zeigen und beantwortet geduldig und mit unglaublich viel Hintergrundwissen unsere Fragen. Dem nicht genug. Anschliessend geht es in die Halle wo die Triebwerke gewartet werden und anhand eines Modells wird uns gezeigt wie die richtigen Triebwerke funktionieren. Wir können die Engines hautnahe anschauen und uns an jeglichen Details Sattsehen. Doch auch das ist immer noch nicht das Ende. In der nächsten Halle wartet schon ein Airbus A340. Der längste Airbus und wir schauen uns die Maschine von hinten bis vorne an! Einfach spitze.
Anschliessend machen wir einen kurzen Spaziergang und betreten die Arbeitsräume von Nino, wo er uns zeigt, wie sein Arbeitsablauf vor dem eigentlichen Flug in Frankfurt aussieht. Und als ob er nicht schon genug für uns getan hätte, spendiert er uns am Ende der Besichtigung noch einen Kaffee und Cola im Crew-Restaurant.
Ich bin tief beeindruckt von der Professionalität und von der Technik bei der Lufthansa und werde auch meinen Mitarbeitern nach dem Wochenende davon vorschwärmen und wie schön es doch wäre, wenn wir in der Informatik eine solche Qualitätskontrolle und Maturität hätten!
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| Airbus Halle |
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| Cockpit B-747-400 |
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| In der Jumbo Halle |
Nach einem Abstecher in die falsche Richtung kommen wir auch tatsächlich knapp aber immerhin noch vor dem Auto der Rheinhessenfraktion an. Eine kurze Busfahrt und einen Sicherheitscheck später stehen wir auch in dem ersten Hangar, einer freitragenden Halle von beeindruckender Größe (schätzungsweise 80 x 250 m). Nach einigen kleinen Rundgängen werden wir durch eine 747 und einen A340 geführt. Etwas ganz Besonderes für mich als Wenigflieger war die Besichtigung des Cockpits und der Ruheräume nebst fachkundiger Erläuterung durch Peter und Nino. Bemerkenswert war wie sehr sich z. B. die Innenausstattung beider Flugzeuge in Punkto Ambiente etc. unterscheidet (Kunststück bei etwa einem Jahrzehnt Altersunterschied). Interessant auch die Prozedur, wie bei einem Triebwerk eine Wäsche durchgeführt wurde. Dabei wird es durch den Luftstarter betrieben, während gleichzeitig Wasser eingespritzt wird und so Verschmutzungen ausgewaschen werden. Auch in der Turbinenwerkstatt gab es viel zu sehen, genauer gesagt zig Exemplare aller Modelreihen, ohne Verkleidung aufgebockt zur Wartung oder Einbau. Für mich, der nur hin und wieder die kleinen Larzac-Triebwerke (Alpha-Jet) zu sehen bekommt war das zusammen mit Peter's Erklärungen für sich genommen schon mehr als lohnend.
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| Airbus A-340-600 Triebwerk |
| A-340-600 / Längstes Flugzeug der Welt |
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| Airbus A-340-600 Triebwerk |
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| Economy Class A-340-600 |
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| Tom in der Business Class des A-340-600 |
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| Nino beim "Briefing" mit Tom |
Da wir im Sombrero Latino schon um 19:00 Uhr reserviert haben, bleibt kaum Zeit uns Umzuziehen. Da wir anschliessend noch in die Wiesbadener Spielbank zum Rauchen wollen, schmeissen wir uns in Schale und sind Rekordverdächtige 20 Minuten später schon wieder im Auto, Richtung Restaurant. Dort angekommen dauert es nicht lange und wir sind mit Nino, Bernd, Gabriel und seiner Frau Stefanie vollständig. Ich freue mich darüber, dass ich meinen Gastgebern eine H.Upmann Aniversario 160 übergeben darf und endlich ist Zeit für die Erste Zigarre des Tages: eine H.Upmann Kings, 1998, von Michael. Genau das richtige um mit etwas argentinischem Rotwein auf das Essen zu warten. Bestellt haben wir Ternera (Kalb), Atun (Thunfisch) und andere Leckerein, die wir genau zum Ende meiner ausgezeichneten Kings serviert bekommen. Das Fleisch ist Extraklasse und passt somit auch zu unseren Unterhaltungen, die immer wieder - oh wie schön - zur Zigarre zurückkommen. Bald ist alles weggeputzt und Nino bietet uns Salomones und Maravillas von Yolanda an, die ein wahrere Leckerbissen sind! Noch ein Glas Wein dazu und ich bin im Himmel. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon ist es wieder Zeit, dass sich die grosse Runde auflösen muss. Michael und ich entschliessen uns die Spielbank links liegen zu lassen und gehen anstelle davon in das Hyatt am Fort Malakoff in Mainz wo wir eine aussergewöhnliche Juan Lopez Seleccion No. 2 aus dem Bestand von Michael rauchen durften. Wortwörtlich floral und leicht, jedoch ungemein subtil und fast ätherisch. Bevor wir es richtig merkten war es schon Vier Uhr und Zeit die müden Knochen auszuruhen.
Die nächste Station sollte die Spielbank in Wiesbaden sein. Obwohl weder Tom noch ich große Glücksritter sind, wollten wir beiden doch eine besondere Zigarre im besonderen Ambiente zelebrieren. Spontan ist mir bei den Überlegungen vorab eben die Spielbank eingefallen. Also mit Volldampf vom Flughafen zurück, Krawatte gebunden und weiter auf die andere Rheinseite, denn der Mensch lebt nicht vom Rauch allein. Daher hatten wir uns beim Portugiesen im Sombrero Wiesbaden verabredet. Hier machten Tom und ich unserem Ruf als „Zuspätkommer" keine Ehre und warteten im verlassenen Stuhllager bei Wein und Zigarre auf den Rest der Gesellschaft, zu der neben der Crew vom letzten Abend auch noch Stefanie gehörte. Zwischen den Gängen wurde uns der zigarristische Höhepunkt des Abends serviert. Zunächst gab es für alle Toms 160er Upmanns, ein Prunkstück ohnegleichen, das in meinem Fall noch immer seines genussbereitenden Autodafes harrt. Danke Tom, dass Du es übers Herz gebracht hast den Humidor anzubrechen. Ich wäre wahrscheinlich daran gescheitert. Und schließlich servierte Nino nach Thun- und Tintenfisch einige Meisterstücke von Yolanda in überschweren Kalibern. Deren Zeit war auch direkt gekommen. Mich überraschte ihre Leichtigkeit bei gleichzeitiger Geschmackstiefe sehr. Besonders gegen Ende eines der besten Stücke Tabak die ich jemals rauchen durfte.
Über Zigarren, Essen und guten Gesprächen in netter Gesellschaft verging die Zeit im Flug, so dass wir uns statt dem Glücksspiel lieber auf nach Mainz machten. Dort schnell zwei alte Zigarre aus den Tiefen des Humidors gefischt und nachdem wir diverse Kneipen in der Altstadt ob der dort dröhnenden Karnevalsklassiker verschmähten, haben in der fast verlassenen Bar des Hyatt Regency Station gemacht und den Abend gemächlich ausklingen lassen. Allerdings streckte sich die Robusto auf Grund der längen Gespräche bis in den frühen Morgen.
Nachdem es am Samstagabend geregnet hat, scheint heute die Sonne. Schnell aus dem Hotel ausgecheckt und schon wieder steht Michael vor der Türe. Wir fahren nach Wörrstadt wo wir Nino für eine Pizza und eine Zigarre treffen. Diesmal ist es für mich eine H.Upmann Magnum 46 von 1998. Courtesy of Turner und mit viel Geschmack, so wie ich es gern habe. Nach einem feinen Capuccino, resp. einem stärkenden Doppelespresso nimmt uns Nino noch auf eine Spritztour mit und zeigt uns die Umgebung von Wörrstadt. Wir sehen einen Golfplatz mit spektakulärer Aussicht und haben das Glück, eine kleine Kappelle offen vorzufinden. Anschliessend dürfen wir noch Inge, Ninos Frau, kennen lernen, die sich gerade auf Ihren Flug nach Bangkok vorbereitet. Dies nachdem wir auf dem nachhause Weg noch kurz vor der Adler Apotheke halten, wo ich ja schon so viel davon gehört habe!
Wir haben es gewusst, die Zeit des Abschieds musste kommen. Wir verabschieden uns herzlich und ich verspreche nur allzu gern, dass ich wieder einmal einen Besuch machen werde. Nino versüsst mir noch den Abschied mit einer Flasche Wein aus der Region und bei Michael weiss ich ja, dass ich ihn bald in Zürich wieder antreffen werde.
Die Fahrt zurück geht schnell und dank - auch heute wieder - wenig Verkehr bin ich in weniger als vier Stunden wieder zu Hause, wo ich hundemüde aber sehr zufrieden ins Bett falle.
Ich habe ein wirklich sehr schönes Wochenende erleben dürfen. Die mir entgegengebrachte Freundlichkeit und Gastfreundschaft war enorm und hat dafür gesorgt, dass ich mich sehr, sehr wohl gefühlt habe. Ich darf mich an dieser Stelle bei allen meinen Gastgebern dafür bedanken! Speziell gilt mein Dank auch Nino, der extra am Samstag Arbeiten gegangen ist, damit wir bei der Lufthansa die Besichtigung machen konnten und Michael für die Organisation und alles Drum und Dran, dass er mir ermöglicht hat (Super, dass wir nicht auf dem Kicker Abendessen mussten!).
Schließlich der letzte Morgen. Noch etwas verschlafen ging es nach Wörrstadt um Tom noch etwas von der Landschaft Rheinhessens und den Schauplätzen diverser Smokes dort zu zeigen. Wie könnte es anders sein, kehrten Nino, Tom und ich bei Massimo ein, kürzten das Frühstück mit Espresso ab und gingen direkt zum Mittagessen über, dass wiederum mit einigen netten Zigarren abgeschlossen wurde. Da auch Short Churchills lange brennen, verwandelte sich Ninos Wagen in eine dreizylindrige Räucherkammer auf Rheinhessens Straßen.
Auch ich habe trotz der gut eineinhalb Jahre, die ich mittlerweile hier lebe, wenig von der „deutschen Toskana" gesehen. Eine Schande, vor allem wenn man wie an diesem Sonntag bei Sonne einen wahnsinnigen Fernblick von den Höhen genießen kann. Man sollte wohl gar nicht darüber nachdenken was man so alles über seinem Alltag verpasst. Die Kapelle bei Gau-Bickelheim ist so ein Fall. Weiß der Deibel wann ich sonst dorthin gefunden hätte. Beeindruckt von der Landschaft und der Weite war nicht nur Tom.
Und als ob an diesem Tag jeder noch einen netten Tagesausklang bekommen sollte, durften sich Inge und Nino darüber freuen, dass sie einen bestenfalls mittelprächtigen Flug gegen einen Glücksgriff eingetauscht bekam.
So ging dann auch bei Nino zu Hause der vorletzte Teil von Toms Etappe zu Ende. Schade dass Du nur so kurz hier warst, Tom. Aber glücklicherweise sehen wir uns bald wieder. Und vielen Dank an alle, die sich für diese Tage Zeit genommen haben. War wirklich schön und etwas Besonderes.
| 01-2007 © Ninos FlyingCigar |
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