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Am 30 August 2006 fuhr ich mit Inge zur Lufthansa Basis um mich, nach meiner OP, beim Fliegerarzt untersucht zu werden und wieder einsatzfähig gemeldet zu werden. Es war schön wieder Kollegen auf der Basis zu treffen, etwas Kerosin zu schnuppern und das Gefühl zu haben dass man wieder „dabei" ist. Als wir zum Parkhaus zurück gingen sah ich auf dem Werftgelände unsere Ju-52 „Berlin-Tempelhof" stehen.
Eine noch echte „Dessauer" Ju-52, aus den dortigen Junkers Werken. Sofort musste ich mit Inge dorthin und wir näherten uns dem Flugzeug dass gerade für einige Rundflüge betankt wurde. Wir begrüssten die Kollegen, die ich bereits beim Mittagessen in der Kantine beobachtet hatte, denn die Ju-52 Crews haben andere Uniformen (Lederjacken) sowie andersfarbige Streifen (silberne).
Einen der Kapitäne kannte ich von der Strecke her, und wir durften ausgiebig die Alte Dame besichtigen.
Sie macht im Winter eine lange Pause für die Checks und Wartung und ist ansonsten gut ausgebucht mit Rundflügen, Werbeflügen und anderen interessanten Einsätzen. Geflogen wird sie von LH Linienpiloten die eine spezielle Ju-52 Lizenz haben. Ich kann mich noch an das Training in Johannesburg erinnern.
Gewartet wird sie von der LH Technik.
Wie uns einer der Kollegen sagte : Es gibt nichts schöneres als einen kleinen Hüpfer von Egelsbach aus zu machen und damit auf dem grosssen Rhein Main Welt Airport zu landen ......
Eine gute Idee hat mir der Mann gegeben - denn Inge hat sich auch etwas in den schönen Vogel verguckt. PS : Heute (12.04.) als Geschenk zu Inges Abschied der aktiven Fliegerei gebucht : Rundflug über Mainz/Rheinhessen Ende Juli, zusammen mit unserem Apotheker ! - Aber : nicht verraten ! Wir haben noch einige schöne Souvenirs der Ju-52 und der Luffahrt gekauft. Wer sich für Rundflüge oder die Charterung der Maschine interessiert, kann es hier tun :
Oder sich im Internet unter :
https://www.dlbs.de/0index.asp
Auch der Förderverein der Freunde der Ju-52 bietet viel Information und Fotos unter : http://www.freunde-lufthansa-ju52.de/ Und wer sich für schöne Ju-52 und Luftfahrt Souvenirs interessiert, der Ju-52 Shop von Kurt Stegmann hat besondere Ju Artikel zur Auswahl.
Adresse :
Waldstr. 50 - 63128 Dietzenbach - Tel. 06074-43799
Und hier noch einige Daten und Fotos zur guten alten Tante Ju :
Copyright sowie Text- und Bildrechte sind bei Deutsche Lufthansa AG / Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung Die historische Flotte
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Seit 1986 fliegt wieder eine Junkers Ju 52/3m für die Deutsche Lufthansa, zuverlässig und lufttüchtig wie in den alten Tagen. Auf Tragflächen und Rumpf trägt sie das historische Kennzeichen D-AQUI. Doch bis es soweit war, hatte sie ein bewegtes Leben hinter sich. Anfang 1936 verließ eine Ju 52 mit der Werksnummer 5489 das Werk in Dessau. Mit dem Kennzeichen D-AQUI und dem Namen "Fritz Simon" wurde sie am 10. April 1936 bei Lufthansa in Dienst gestellt. Bereits Anfang Juli 1936 wurde sie, in Absprache mit Junkers, nach Norwegen verkauft, weil die dortige Gesellschaft DNL nach einem Totalverlust dringend Ersatz benötigte. Ausgerüstet mit Schwimmern, versorgte sie unter dem neuen Kennzeichen LN-DAH und dem Namen "Falken" die Küstenregion Norwegens. Im April 1940 kam sie als Kriegsbeute zur deutschen Wehrmacht, die sie als Truppentransporter einsetzte. Ein halbes Jahr später wurde sie wieder der Lufthansa überstellt, die mit ihr unter dem alten Kennzeichen D-AQUI und dem Namen "Kurt Wintgens" bis Kriegsende die norwegische Küste bediente. Nach der deutschen Kapitulation 1945 wurde das Flugzeug von den Alliierten wieder an die Norweger zurückgegeben. Dort flog es unter der Kennung LN-KAF und dem Namen "Askeladden". |
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Bei einer größeren Überholung 1947 wurden erhebliche Korrosionsschäden festgestellt. Als "Ersatzteillager" wurde eine ausrangierte ehemalige deutsche Luftwaffen-Ju 52 genutzt. Im Februar 1948 nahm eine "zusammengestückelte" Ju 52, wieder unter dem Kennzeichen LN-KAF, aber mit der Werksnummer 130714 des Militärrumpfes, den Liniendienst in Norwegen auf. Das Flugzeug operierte bis 1956 in Norwegen, wurde dann außer Dienst gestellt und nach ca. einem Jahr Standzeit an die Fluggesellschaft "Transportes Aéros Orientales", beheimatet in Quito, Ecuador, verkauft. Dort flog es mit dem neuen Kennzeichen HC-ABS und dem Namen "Amazonas" Passagiere, Ziegen, Kühe und Fracht in die Urwaldgebiete Südamerikas. 1963, nach etwa 8000 Flugstunden, drohte es auseinanderzufallen. Es wurde stillgelegt und rottete sechs Jahre am Rande des Flughafens Quito vor sich hin. Dort wurde es 1969 von dem amerikanischen Piloten Lester Weaver entdeckt, gekauft, in den USA wieder lufttüchtig gemacht und unter dem Kennzeichen N 130 LW mit einer Experimentalzulassung zum Fliegen gebracht. Im Jahre 1975 konnte der Amerikaner Martin Caidin der Faszination des Flugzeuges nicht widerstehen. Er erwarb es, taufte es auf den Namen "Iron Annie", und mit dem Kennzeichen N 52 JU zeigte er es auf Luftfahrtveranstaltungen in Nordamerika. 1976 erfolgte eine umfassende Grundüberholung, bei der auch die Umrüstung auf Pratt & Whitney R1340 "Wasp"-Motoren erfolgte. |
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Im Oktober 1984 schlug der damalige Technikvorstand der Deutschen Lufthansa, Reinhardt Abraham, vor, anläßlich des bevorstehenden sechzigsten Markenjubiläums der Lufthansa am 26. Januar 1986, eine flugfähige Ju 52 zu beschaffen und als Traditionsflugzeug einzusetzen. Man kam mit Martin Caidin ins Geschäft, der das Flugzeug an Lufthansa verkaufte. Am 28. Dezember 1984 landete die "Iron Annie" nach einem sechzehntägigen, abenteuerlichen Überführungsflug von Florida über die amerikanische Ostküste, Grönland, Island und Großbritannien auf dem Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel. 8000 Kilometer über Eiswüsten und Ozean-, bei zeitweise klirrender Kälte, hatte das Flugzeug mehr oder weniger wohlbehalten hinter sich gebracht.
Dann begann das Abenteuer der Instandsetzung. Ursprünglich sollte der historische Zustand wieder hergestellt werden. Doch bald mußten die Lufthansa-Techniker dieses Vorhaben aufgeben. Zu viele Schäden, nicht mehr vorhandene Produktionstechniken und erhöhte Sicherheitsanforderungen des heutigen Luftverkehrs erforderten einen kompletten Neuaufbau, bis hin zur Eigenfertigung von Wellblech. Viele Systemkomponenten, insbesondere die gesamte elektrische Anlage, mußten neu konstruiert und eingebaut werden. Das Gleiche traf auf die Instrumentierung des Cockpits zu. Besonderen Aufwand erforderten die umfangreichen Zulassungsarbeiten, in Form von Musterprüfungen und Flugerprobungen, da seitens des Luftfahrt-Bundesamtes nicht auf alte Zulassungsunterlagen zurückgegriffen werden konnte. Diese waren in den Nachkriegsjahren verschwunden und somit existierte das Muster Junkers Ju 52 offiziell in Deutschland bis 1986 nicht mehr.
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| Foto : Lufthansa |
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| Foto : Lufthansa |
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| Foto : Lufthansa |
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| Foto : Lufthansa |
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