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Wer
kann sich schon innerhalb von 14 Tagen darauf einstellen das Weihnachtsfest
in 3 verschiedenen Metropolen auf 3 Kontinenten zu feiern ?
Von
meiner Planerin erfuhr ich, dass ich über Weihnachten in Bombay sein würde.
Allerdings
wäre auch durchaus ein feiern in Philadelphia möglich, denn der Umlauf
wäre noch in unserer Gruppe geplant und würde mir planerisch gut „passen“.
Und
tatsächlich : Ich sollte vom 23 bis 27.12. in die Stadt der brüderlichen
Liebe ( das bedeutet Philly auf Griechisch, fliegen.
Da
ich jedoch bereits letztes Jahr in Nord-Amerika (Vancouver ) Weihnachten
verbrachte, kam bei mir keine allzu grosse Freude auf.
OK,
über die "Cigar Aficionado" Datenbank fand ich zwar 5-6 Restaurants
& Bars wo ich eine Zigarre rauchen könnte.
Ich
wusste auch dass Holts Cigars um die Ecke unseres Crew Hotels lag.
Aber
das einzige was ich dachte war : Ich sitze bei minus 10 und Schneegestöber
neben einen Obdachlosen auf der Parkbank in Philly mit einer braunen Papiertüte
in der linken und meiner Zigarre in der rechten.
Nee,
nee, so wollte ich es mir doch nicht antun.
Auch die Idee mit dem Zug nach New York zu fahren um dort mal die Zigarrenläden
zu besuchen machte mich nicht gerade heiss.
Also
stellte ich meinen Philly Flug in unsere interne Tauschbörse und hoffte
auf jemanden , der a) es attraktiver fand als ich und b) dass derjenige
auch etwas hätte was ich mögen würde.
Und
bereits am nächsten Tag hatte ich mein BINGO Erlebnis.
Ein
Kollege bot mir Addis Ababa vom 20 bis 26.12. zum Tausch an.
Grossartig.
Eine
interessante Stadt, eine faszinierende Landschaft, eins der besten und
luxuriösesten Crew Hotels die wir haben, die Möglichkeit Spenden mitzunehmen
und etwas Gutes zu tun, es passte einfach alles.
Vor
einigen Jahren hatte bereits ein paar Addis Lay-overs und sowohl das tolle
Sheraton Luxury Collection Hotel kennengelernt, einen Ausflug zu einen
Vulkan See durch das Land gemacht, und Karl Heinz Böhm getroffen der in
Äthiopien sein Hilfsproje??rkt „Menschen für Menschen“ leitet.
Selbst
meine Frau, die den Dezember frei hat und nie ( ausser ein Mal auf Kurzstrecke
vor 15 Jahren ) mitgeflogen ist ,äusserte Ihr Interesse mit mir gemeinsam
in Addis zu feiern.
(Von
LH bekommen wir Freitickets für unsere Familie wenn wir über Weihnachten
oder Silvester im Einsatz sind.)
Also
: getauscht und gefreut.
In
einer Rundmail bat ich meine Zigarrenfreunde um Sachspenden und so packte
ich 3 Koffer und eine grosse Reisetasche voll mit Kleidung, Spielzeug
und alles mögliche.
Es
kamen Spenden von Gottfried und Familie, von Bernhard und Silvia, von
Andreas und Familie eine Sachspende in Wert von 500 Euro, selbst aus Dubai,
von Michael und Familie brachte ich Kinderbekleidung mit. Efgaristo,
Mina & Michael.
An
dieser Stelle : Herzlichen Dank Euch allen !
Über
den Besuch des Kinder- und Waisenheimes Kidane Meheret sowie einen
Ausflug nach Debre Zeit, ausserhalb von Addis habe ich separate Berichte
geschrieben.
Siehe
Berichte
Addis
2 Projekt HOPE
sowie
Addis 3 Ausflug nach Debre Zeit
auf
dieser Homepage.
Und
so traf ich morgens am 20.12. meine Crew, von denen ich diesmal
die meisten kannte.
Über das verschneite
Deutschland ging es südwärts.
Der
Münchner Flughafen
Am
Athener Flughafen vorbei
Die
wunderschöne Insel Santorini
Schöne
Stimmung über dem Mittelmeer
Das
Niltal bei Luxor, rechts das Tal der Könige
Neben
dem Niltal die Wüste
Das
Niltal - Foto Jutta B.
Am
Roten Meer über Ägypten
Der
Flug nach Jeddah verlief gut, 4:45 h später landeten wir in der Saudischen
Hafenstadt am Roten Meer.
Anflug
auf Jeddah
Der
Weiterflug nach ADD sollte aber nochmals 2:20 h dauern da wir nicht Eritrea
überfliegen durften. Nach dem langen Krieg sind beide Staaten noch verfeindet.
So
flogen wir südlich bis nach Aden im Jemen, um dan??rn in einer Rechtskurve
über Djibouti nach ADD direkt zu fliegen.
Um
21 h Ortszeit, 19 h FRA Zeit landeten wir. Der Anflug ist diffizil aufgrund
der umliegenden Berge und muss sehr präzise geflogen werden.
Statt
minus 5 Grad wie morgens noch zu Hause, erwarteten uns angenehme 19 Grad.
Nach
15 Mt. Fahrt waren wir bereits im Sheraton.
Pool
und Ausblick auf Addis Ababa
Hotel
Lobby
Mehr
zu diesem beindruckenden Hotel aus der Luxury Collection, der selbst an
der Cote d’Azur protzig wirken würde – es passt eher nach Las Vegas –
unter
http://www.starwoodhotels.com/luxury/search/hotel_detail.html
Dort
auf „Virtuelle Führung“ klicken und einen Rundgang durch’s Hotel machen.
Laut
Info der Hotel Broschüre hat der Bau des Hotels 400 Millionen US$ gekostet.
So sieht es auch aus.
Sheraton
Addis Ababa
In
der Crew Lounge planten wir dann unsere Aktivitäten.
Nicht
jeder hatte etwas vor, einige wollten sich auch nur erholen und das Hotel
und das schöne Wetter geniessen, andere hatten Ausflüge vor.
Für
den nächsten Tag planten wir eine Stadt Rundfahrt.
Unser
Kollege, Herr Kassaye holte uns ab und zeigte uns Addis.
City
Tour mit Mr Kassaye
Wir
fuhren auf eine Anhöhe und hatten eine schönen Blick auf die Stadt.
Danach besuchten wir die Universität, ein ehemaliger Palast das der kaiser
Heile Selassie 1963 gestiftet hatte.
Eingang
zur Universität Addis Ababa
In
der Universität
Ausstellung
über den Kaiser Heile Selassie
Es
fand auch gerade eine Ausstellung über die Kaiserzeit statt.
Danach
hiess es die Türen verschliessen, denn wir fuhren durch den riesigen,
menschenvollen "Mercato". Hier gibt es alles, von Gewürzen über
Möbel bis hin zu Elektronik. Einfach alles.
Am
Mercato in Addis - dem Markt
Kassaye
lud uns alle dann in den 10-ten Stock des Hotels Wabe Shabele und wir
tranken einen Saft auf der Dachterrasse.
Von
dort hatten wir einen fantastischen Blick auf Addis ...... und besonders
interessant : auf eine Fahrschule unter uns.
Dort
übten ca. 30 - 40 Fahrschüler in alten Fiat 500 "Toppolinos"
das fahren, rangieren und einparken.
Die
"Toppolino" Fahrschule in Addis
Inge
war hocherfreut, denn dies war ihr erstes Auto gewesen, ein roter "Toppolino"
mit dem sie nach Oppenheim zur Arbeit fuhr.
Ich
überlegte, Ihr einen dort in Addis noch zu kaufen als Weihnachtsgeschenk,
aber ich liess es dann sein.
Durch
die Stadt
Abends
trafen wir uns an der "Office Bar" im Hotel und genossen einen
Gin & Tonic und eine Zigarre mit schönen Blick auf die Stadt.
Hotel,
rechts die Office Bar
Mit
Inge in der Office Bar im Sheraton
Während
ich eine Punch Black Prince rauchte bemerkte ich, dass hinter uns ebenfalls
5 Zigarrenraucher ihre Puros genossen??r.
Ich
musste sie ansprechen, und es war tatsächlich eine Gruppe Aficionados
die sich regelmässig dort trifft. Teilweise bis zu 30 Personen, man trifft
sich auch zu schönen Dinners.
Wir
unterhielten uns, und ich tauschte mit Allan eine Ramon Allones SCC gegen
eine Partagas Shorts sowie eine SCdelaH La Fuerza, die er nicht kannte,
gegen eine Punch Monarca.
Es
war eine schöne Zigarre mit Allan, Bob und Charles.
Gut
dass ich meinen Weihnachts Humidor mit Bedacht gefüllt hatte und einige
Zigarren mehr mitnahm.
Mein
Weihnachts Humidor
Neben
der Punch Black Prince nahm ich auch die besagte La Fuerza mit, die Trinidad
Robusto Especial, einige RA SCC und Griffins Robusto Maduro zum Nachmittagskaffee,
sowie für das Weihnachtsdinner die Cohiba Siglo VI und die Cuaba Salomon.
Besonders
zum hervorragenden lokalen Capuccino oder Latte Macchiatto waren die Zigarren
eine grosse Freude.
Da
ich im Januar nach Asmara, der Hauptstadt Eritreas fliegen werde, freue
ich mich bereits jetzt auf den Kaffee dort.
Die
Italienische Kolonialzeit hat ihre positiven gastronomischen Spuren hinterlassen.
Auch
in der Stadt gibt es einige sehr gute Italienische Restaurants, darunter
das "Castelli", geführt von einem älteren Italienischen Ehepaar,
sie an der Rezeption, er in der Küche, die Pasta hausgemacht, das Vorspeisen
Büffet ein Traum.
Kleine,
intime Räume, eine sehr gute Weinkarte, ein milder, feiner Grappa zum
Abschluss.
Man
sollte reservieren, es ist sehr populär..
Das
Hotel bietet ebenfalls sehr gute Restaurants.
Mit
Inge
Wir
haben sowohl im Italienischen "Stagioni" wie auch im Indischen
Rest. "Shaheen" exzellent gegessen.
Die
Weinkarte ist ebenfalls sehr gut, wir fanden besonders die Auswahl an
Süd Afrikanischen Weinen toll.
Unter
anderen tranken wir dort "Plaisir de Merle" sowie Tinta
Barocca 1997 von "Allesverloren" beim Weihnachtsdinner.
Ein
interessanter Drink zu meiner Cuaba Salomon war ein "Vino per la
Santa Messa" von Pellegrino, der mich stark an einem Port erinnerte
und wohl ein Marsala war.
Das
Zigarrenangebot ist im Hotel auch sehr gut, allerdings natürlich teuer.
Zigarren
Angebot im Les Arcades Restaurant im Hotel
Wir
genossen dort unsere Freizeit und selbst die Lage der Stadt auf 2500 Meter
Höhe wirkte sich nicht negativ aus.
Modell
des Sheraton Addis Ababa in der Lobby
Gegensätze
in Addis Ababa
Man
muss nur sich etwas langsamer bewegen.
Und
viel eincremen, denn die Sonne brennt gnadenlos.
So
verbrachten wir dort sehr interessante, anstrengende aber lohnenswerte
5 Tage.

Am
Pool
Höhepunkt
war unser Weihnachts Dinner, hervorragend organisiert von unserem Kapitän
und mit Teilnahme unserer Angehörigen.
Beim
Weihnachts Dinner
Das
Menu und der "Allesverloren"
Menu
und Cuaba Salomones
Beim
Weihnachts Dinner im Stagioni
Cafe,
Copa y Cuaba
An
dieser Stelle einen herzlichen Dank an Albert, nicht zuletzt für seinen
Schutzengel !!
Die
Christlich-Orthodoxen Äthiopier (ca. 40 % der Bevölkerung) feiern
Weihnachten nach dem Gregorianischen Kalender am 07 Januar.
Am
Abend unseres Rückfluges feierten jedoch alle Äthiopier den 3 zu 0 Sieg
ihrer Nationalmannschaft gegen Burundi.
Wir
konnten den Jubel im Hotel hören.
So
flogen wir am Abend des 25-ten wieder nach Frankfurt.
Ein
paar Tage daheim, verspätete Bescherung mit der Familie, etwas ausruhen.
Gleich
geht es weiter an den Bodensee zu einem Treffen mit guten Leuten, gutes
Essen, gute Zigarren.
Thomas
hat, zusammen mit Urs, einen Jahres Abschluss Smoke organisiert und Inge
und ich freuen uns daran teilzunehmen.
Copyright
12-2004 © Ninos Flying Cigar
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