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Mitte Oktober,
mit
13 Zigarrenrauchern und ihren Frauen sitze ich Sonntag nachmittags auf
der LH Basis und halte ein (Informations) Briefing.
?
Ich
erkläre meine Aufgaben an Bord, das Crew Briefing, die Crew Zusammenstellung,
Probleme, Notfälle etc.
Danach
zeige ich Ihnen unsere Basis, Einsatzzentrale, Simulatoren und die Jumbowerft.

Besichtigung
der Lufthansa Basis
Dies
ist bereits eine kleine Übung für meinen ersten Flug, der zwei Tage später
stattfindet.
Das
„Debriefing“ des Besuches findet in der Cigar Lounge im Kempinski Hotel
Gravenbruch.

Smokers
Lounge im Kempinski Gravenbruch
Siehe
Bericht von Stephan Görner unter Smoke Reports.
Eine
Fotogalerie des Besuches ist unter :
http://www.smoker-club.de/Photos/Flughafen/flughafen.html
bei
unseren Freunden vom WI-MZ CCC zu sehen.
Nach
fast 2 Monaten Teil- und Freizeit bin ich gut gerüstet für einen dicht
gedrängten Oktober Einsatzplan.
3
Tages Umlauf Atlanta, 2 Tage frei, Tel Aviv Tagesflug, Tag frei, 4-Tages
Umlauf Ashgabat, Tag frei, Beijing.
Das
gibt Überstunden.
Der
erste Flug geht nach Atlanta und ist sehr angenehm, obwohl wir bereits
vor New York aufgrund von Gewittern über Atlanta eine Routenänderung bekommen.

Air
? France B-777 über dem Nord Atlantik
Wir
müssen an der US Ostküste entlang über Wasser fliegen.
Und
so kommt es dass ich in Atlanta bin.
Nicht
unbedingt „Geschmack des Monats“ bei mir.
Der
Friedhof von Chicago mag zwar doppelt so tot sein, hat aber drei Mal mehr
Leben als die Innenstadt von Atlanta im nebligen Oktoberregen.
Besonders
wenn man eigentlich garnicht hier sein sollte, sondern in Manhattan.
Aber
Newark tauschte man mir in Atlanta um. Eine Frage der Flugstunden.
Dabei
sollte ich einige Zigarrenbücher in Englisch für Ada in Beijing besorgen.
In
Manhattan wäre es kein Problem gewesen. Hier sollte ich in einem Zigarrenladen
– Tinder Box im Lennox Center – gerade ein Buch bekommen.
Dort
zeigt mir Gus, der Manager stolz den 59-ten von insgesamt auf 250 limitierten
Xikar Scrimshaw (Walrosszahn) Cutter. Preis 650.- $ inkl. kleines Messer
ebenfalls aus Scrimshaw.

Limited
Xikar Cutter Set in der Tinder Box, Atlanta
Interessant.
Neben
der aktuellen Cigar Aficionado hole ich mir einige Don Tomas Cameroon
Selection, Padron, Excalibur und einige kleine, grosse, dicke, fette Gurkhas
zum probieren.
Ich
fahre zurück ins Hotel. In der U-Bahn und in der Stadt merke ich dass
Atlanta eine Haupstadt der „grossen Menschen“ ist.
Gross nicht in der Höhe sondern in der Breite.
Selbst
mit meinen 95 Kg komme ich mich hier sehr, sehr dünn vor.
Richtige
? „Wal Figuren“ begegnen einen hier überall.
Atlanta
ist auch CNN. Hier ist das HQ des Internationalen TV Senders.
Gesendet
wird bei CNN in Atlanta auf allen Kanälen, jeden Tag, 24/7/365.
Im
CNN Center, kann man eine Studio Tour machen.

CNN
Center
Die
Sicherheitskontrollen sind hier genauso streng wie auf den Flughäfen.
Klein
komme ich mir in unserem Crew Hotel, das Marriott Marquis, vor.

Marriott
Atlanta

Marriott
Atlanta
Die
offene Lobby ist 47 Stockwerke hoch. Mit gläsernen Aufzügen fährt man
hoch.
Nichts
für Menschen mit Höhenangst. Auf englisch „Vertigo“.
Und
„Vertigo“ hiess der Film von Mel Brooks der hier in diesem Hotel gedreht
wurde.
Zum
Hotel ;
Das
Hotel kann ich nur loben, es hat die „Champions Sports Bar“, und diese
hat nicht nur einen Humidor, sondern man kann hier Zigarre rauchen.

Sports
Bar Atlanta
Wow
!!
( Update : Auch in ATL herrscht mittlerwile Rauchverbot - leider
)
Tolles
Ambiente an der Bar und an den Tischen, nette down home, southern Hospitality.
Spontan,
herzlich, neugierig und meist wenig Ahnung von allen nicht-US Themen.
Dazu
fällt mir eine lustige, wahre Geschichte die mir und einer Crew vor Jahren
auf einem Ausflug von Atlanta in die "Backwoods" passierte :
Da
fragte uns eine Kellnerin auf dem platten Land in Alabama :
I
hear y’all speak some funny language, now where’re y’all from ?
Wir
: We’re from Germany.
Sie
: Woooooooow, y’all from Germany ?
Wir
: Yes Ma’m.
Sie
: Wooooooow, is that a part of Asia ? ……………………

Pipe
Corner of the South, long gone, Atlanta

Downtown
Atlanta

Passt
irgendwie zusammen ...........
Mit
einigen Kollegen meiner Crew treffe ich mich also in der Bar.
Nach
einer Ramon Allones SCC zu Kanadischem Labatt Blue Bier, gibt es Cajun
Buffalo Wings und Po’ Boy Shrimp Sandwiches.
Ich
gönne mir danach noch eine San Cristobal La Fuerza, die immer mehr zu
meiner Favoritin wird.
Der
Rückflug am nächsten Tag ist ebenfalls sehr angenehm.
Ich
schlafe mich aus und bin abends mit Andreas und Bernhard in Wiesbaden
beim monatlichen Smoke des Wiesbadener CCC.
Auch
Don Walter Born ist wieder mit dabei.
Wir
kennen und schätzen mittlerweile unsere Mitraucher aus Wiesbaden/Mainz,
und so geniessen wir einen sehr schönen Abend.
Ich
rauche eine der Gurkhas in einem ungewöhnlichen Format ; ein Drittel dicker
als eine Robusto, aber kürzer.
Ein gewaltiger Smoke, sehr gut und konzentriert.
Bernd
„Tyremountain“, der auf grosse Formate steht, bekommt auch eine.
Mit
Don Walter tausche ich eine Don Tomas Cameroon gegen eine 10 Jahre alte
Don Diego.
Gutes
Essen von Gustavo und guter Brandy sowie Rum runden den Abend ab.

Smoke
Wiesbaden-Mainz CCC
Der
Tagesflug nach Tel Aviv ist ebenfalls sehr angenehm und ruhig.

Der
Schatten unserer B-747 am Terminal in FRA

Rush-Hour
in FRA
B-747-400. Ein glorioses Wetter.
Die
Alpen sind wunderschön zu sehen, der Chiemsee, Salzburg. Die Inseln
der Ägäis.
Ich
kann einige schöne Aufnahmen machen.

Über
den Alpen, Salzburg in der Mitte

Über
dem Mittelmeer
Dann
geht es mal wieder nach Absurdistan, ähm, Turkmenistan.


Zwei
schöne Take Offs in FRA (Fotos Cpt. R.R.)
Viel
Lesematerial dabei, will die Freiz?eit dort ausnutzen zum lesen des angesammelten
Stoffes über Zigarren, Computer und alles Mögliche.
Dort
angekommen erfahren wir dass am nächsten Tag der Nationalfeiertag ist.
13
Jahre Unabhängigkeit.
Sicherheitskontrollen
überall im Stadtzentrum.

Parade
zum XIII Jahrestag


Ansichten
aus ASB (Fotos Cpt. R.R.)

Als
Fremdkörper (Foto Cpt. R.R.)
Pünktlich
um 10h morgens höre ich Salutschüsse, im Fernsehen schaue ich mir die
Parade an, die 500 Meter von unserem Hotel stattfindet.
Über
uns fliegen die Hind-Mil Hubschrauber, die Sukhois und Mig-29 Jets
vorbei.
Nachmittags
treffen wir uns dann, um mit einem exzellenten Guide eine kleine City
Tour ? samt Besuch der monströsen Monumente des „Chefs“ zu machen.
Der
Chef in Gold
Der
Chef und die 5-Köpfigen Adler (Foto Cpt. R.R.)
Das
Buch der Weisheiten vom Chef
Nach
knapp 2 Stunden sind wir fertig und gehen dann hervorragend in ein privates
Restaurant essen.


Auf
dem Markt in ASB (Fotos Cpt. R.R.)
Der
Abschluss ist mal nicht Cafe, Brandy y Puro, sondern der Örtlichkeit angepasst
: Cafe, Wodka y Puro ...........

Cafe,
Wodka y Puro ....
Wer sich für unberührte, traumhafte Natur und Berge interessiert? und
einige phantastische Fotostrecken sehen möchte, der sollte diese Site
besuchen :
http://www.adventure-turkmenistan.com
Hier
findet man auch gute Reisevorschläge für dieses unentdeckte Land.
Zurück
nach FRA.
Kurz
ausgeruht, dann wieder Koffer vorbereitet und besonders die Kameratasche,
denn es geht am letzten Tag des Monats Oktober nach Beijing.
Famili?enausflug
sozusagen. Meine Frau ist dabei und auch mein Bruder der vor kurzem seinen
50-ten feierte.
Unser
Geburtstagsgeschenk für Ihn.
Ich
plane eine Zigarre auf der Grossen Mauer zu rauchen.
Es
ist zwar eine Menge Stress, wir wollen jede Stunde in Beijing ausnutzen,
aber es lohnt sich.
Am
Ankunftstag geht es sofort los, gegenüber vom Himmelstempel in den Perlenmarkt,
dann in die Verbotene Stadt, über den Tiananmen Platz, unser altes Crew
Hotel, das Beijing Hotel, und zurück ins Kempinski.

In
der verbotenen Stadt

Mit
meinem Bruder vor der Verbotenen Stadt
Dann
zu Ada Zheng, sie freut sich über die Zigarrenbücher.
Zusammen mit Ihr suche ich mir aus Ihrer grossen Humidor Auswahl einen
kleinen für ca. 100 Zigarren aus.

Das
Humidor Angebot von Mrs Ada Zheng
Einfach
schön
Chinalack
und Intarsien aus Perlmut. Einfach schön.
Ada
kommt dann zum Abendessen mit uns ins Dark and Duck.
Meinem Bruder zeigt sie wie man Peking Ente isst, und bereitet sie ihm
zu.

Mein
Bruder im Dark and Duck
Zusammen
mit mir raucht sie nach dem Essen eine Zigarre.
Sie
bekommt von mir eine Cohiba Siglo VI, die sie nicht kannte, und eine R.Allones
SCC.
Ein
gemütlicher Abend mit Familie und auch mein guter Freund Chen ist mit
dabei.
Am
nächsten morgen haben wir erneut ein glorioses Wetter für Anfang November
: Sonne, stahlblauer Himmel, unglaubliche Sicht und eine Luft wie ? Champagner.
Um
09h fahren wir zur Grossen Mauer. Wegen des chaotischen Verkehrs und der
grossen Staus brauchen wir 2 Stunden für die 65 Km nach Mutianyu. Diese
Stelle ist nicht so überlaufen und zum Disneyland verkommen wie Badaling
wo die meisten Touristen hinfahren.

Auf
der Grossen Mauer bei Mutanyu
Es
ist eine beindruckende Stelle. Sehr gut restauriert (u.a. von der Fa.
Henkel) und in einer wunderschönen Landschaft eingebettet.
Wir
geniessen die Sonne, die Sicht, die Luft. Ich geniesse zusätzlich eine
Hoyo de Monterey 2003 Edic. Limitada. Während mein Bruder auf der Mauer
spaziert, bleibe ich in einem der Türme und geniesse den Moment.
Zurück
geht es nicht mit der Seilbahn hinunter ins Tal, sondern mit einer Sommer
Rodel Bahn. Auch hier begleitet mich die Hoyo.
Mit
einer Hoyo EL 2003 die Rodelbahn an der Grossen Mauer hinunter
Von
hier geht es dann weiter zum Sommerpalast. Im Minivan schlafen wir erschöpft
eine Siesta während der Fahrt.
Zum
Sonnenuntergang sind wir zurück am Perlenmarkt, noch einige Einkäufe und
zurück ins Hotel. Für die 14 Km brauchen wir eine Stunde. Der Verkehr
ist mehr als chaotisch, es ist fast Anarchie. Die Luft ist voller Abgase,
der Rachen schmerzt. Das Kempinski ist eine willkommene Oase. Zur
Happy Hour ins Schillers, den Rachen auswaschen.
Danach
wieder die gute Ente und das exzellente Bier nebenan.
Der
Tag war einfach perfekt.
Genau
wie die Havanna auf der Grossen Mauer.

Nach
dem Take Off in Beijing, schöne, klassische Landschaft
Copyright
11-2004 © Ninos Flying Cigar

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