Ein
sehr ruhiger und angenehmer Monat erwartet mich :
3
Umläufe ; Buenos Aires – erneut nach gerade 4 Wochen, Teheran und mein
Wunsch für den Monat : Singapur.
BUENOS
AIRES
Nach
dem letzten Buenos Aires Flug war meine Angst natürlich ein erneutes Ausweichen
zum Betanken nach Sao Paulo, was die Flugzeit zusätzlich verlängern würde.
Doch
diesmal blieb es bei den geplanten 13h30 Std. Flugzeit, und wir müssen
keine Brasilianische Tankstelle bemühen.
Bei
fast sommerlichen 17 Grad landeten wir um 0700 Uhr morgens. Nach etwas
Schlaf sass ich dann zum Mittagessen in der Sonne und genoss das tolle,
viel zu warme Wetter.
Abends
dann wieder in der freundlichen und schönen Weinbar des Hilton Hotels
einen Chardonnay und eine Robusto. Die Crew getroffen, das Abendessen
geplant, und so ging es dann ins „El Establo“ zum vorzüglichen Ojo de
Bife, das der Kellner mit dem Löffel anschnitt, um die Saftigkeit des
Fleisches zu demonstrieren.
Rest. El
Establo
Ein
schöner und gemütlicher Abend, Cafe Copa y Puro zum Abschluss, und für
den nächsten Tag eine Verabredung mit dem Kapitän und dem Ersten Offizier
zum Spaziergang durch Buenos Aires.
So
trafen wir uns dann um 1000 morgens, das Wetter schwül-drückend, und spazierten
an der Casa Rosada, Plaza de Mayo, Kathedrale, dem Cabildo zum Cafe Tortoni.
Die
Casa Rosada
Dort
gab es erstmal Cafe, ein kleines Frühstück mit Steak und natürlich die
erste Zigarre des Tages.
Gedenktafel
vor dem Cafe Tortoni.
Als
wir wieder unseren Spaziergang fortsetzten und in die Avenida 9 de Julio
einbiegen wollten, dem riesigen 14-spurigen Pracht Boulevard der Stadt,
gerieten wir in eine der alltäglichen Demonstrationen gegen die Arbeitslosigkeit
und den wirtschaftlichen Niedergang des Landes.
Avenida
9 de Julio.
Die
„Piqueteros“ marschieren diszipliniert in den Boulevard, die Polizei beobachtet
das Ganze aus der sicheren Distanz.
Es
ist die erste Demonstration an der sich die Polizei verpflichtet hat unbewaffnet
zu erscheinen und die Demonstranten sich wiederum verpflichtet haben friedlich
zu bleiben. In letzter Zeit hat die Polizei öfters geschossen und die
„Piqueteros“ besetzten dafür Polizeiwachen und Gerichte.
Wenn
man den Ordnungsdienst der „Piqueteros“ betrachtet, alle mit langen Holzknüppeln
bewaffnet, erscheint ein friedlicher Ausgang zweifelhaft. Aber es sollte
ruhig bleiben, heute. Die nächsten Tage sollten wieder von Gewalt, Besetzungen
und Schlägereien geprägt sein.
Durch
die Demonstration erleben wir ein einmaliges Bild : Die breiteste Avenue
der Welt gehört uns Fussgängern ! Der Autoverkehr ist weiträumig abgesperrt.
Wir spazieren gemütlich die Prachtstrasse hinunter zum Teatro Colon, den
Zug der Demonstranten hinter uns.
Am
Ende der Avenida, an der französischen Botschaft, biegen wir links in
die Calle Alvear ein und tauchen ein in eine andere Welt ; dieses Viertel
Recoleta, diese Strassen sind geprägt von Luxus, Geld, High Society, prächtige
Villen und Gebäude, exklusiven Shops, wir könnten in Mailand, Barcelona
oder Paris sein. Rudel von edlen Hunden werden von speziellen „Hundeausführern“
an der Leine ausgeführt. Die Gebäude haben prächtige Holztüren, Messingschilder,
unifomierte Portiers.
Teatro
Colon
Französische
Botschaft
Wir
spazieren weiter bis zum Friedhof Recoleta. Eine Stunde lang betrachten
wir fasziniert die Mausoleen der berühmtesten, der reichsten, der ältesten
Familien Argentiniens.
Kirche
El Pilar, Recoleta
Im
Friedhof Recoleta.
Ein
imposanter Ort. Einige der Mausoleen sind richtige Kirchen, Tempel, Museen.
Abseits
gelegen, nicht im Plan aufgeführt oder wie die anderen Berühmtheiten angezeigt,
ist das Familiengrab Duarte. Hier
ruht Eva Peron, Evita.
Grab
Eva Peron
Nach
diesen starken Eindrücken brauchen wir eine Pause. Gegenüber dem Friedhof,
im alten Cafe Biela, setzen wir uns, betrachten den gigantischen alten
Baum mit den riesigen Wurzeln am Platz und trinken einen Cafe.
Cafe
La Biela, Recoleta
Zurück
geht es über die Av. Quintana, dem Shopping Tempel Patio Bullrich, um
dann in den Trubel der Florida einzutauchen. Das Zentrum Buenos Aires,
voll, laut und geschäftig.
Am
nächsten Tag wieder der Shuttle über die Anden. Grandiose Sicht, blauer
Himmel, Sonne. Der Aconcagua ist zum greifen nah.
Am
Aconcagua vorbei, über die Anden.
In
Santiago ist es herrlich sonnig, aber : ein Grad unter null.
In
Santiago de Chile.
Als
wir wieder in Buenos Aires landen ist der kurze Sommer wieder vorbei.
Wind, 7 Grad, Regen, tiefe Wolken. August ist hier tiefster Winter.
Auf
dem Rückflug nach Buenos Aires
Für
abends habe ich in einem exzellenten Restaurant einen Tisch reserviert.
Die Thematik des Restaurants passt zum Flug ; auf dem Hinflug hatten wir
das Fussballteam River Plate an Bord, ich habe eine numerierte Flasche
„Maradona“ Rotwein ergattert, also geht es ins „La Brigada“ in San Telmo.
Rest.
„La
Brigada“, San Telmo, Bs As.
Rest.
La Brigada, San Telmo, Bs As
Ein
Treffpunkt der Fussballelite Argentiniens. Die Wände voller Trikots mit
Widmungen an Hugo den Besitzer. Fotos mit den besten Spielern, eine unglaubliche
Atmosphäre.
Das
Fleisch ist – man kann es nicht glauben – noch eine Spur besser, feiner,
geschmackvoller.
Die
Weine vorzüglich, der Service erstklassig. Alles in allem : ein Erlebnis.
Nicht
nur, dass man natürlich Zigarre rauchen darf, ein gut sortierter Habano
Humidor ist prominent im Restaurant sichtbar. Living Well ..................
Humidor
im La Brigada
Der
Präsidenten Hubschrauber im Anflug auf die Casa
Rosada
/ Buenos Aires
Danach
sitzen wir noch etwas in der alten Bar an der Plaza Dorrego und lassen
den Abend ausklingen.
Der
Rückflug am nächsten Tag ist mit erneuten 13h20 Flugzeit sehr lang.
RHEINHESSENRAUCHER
SMOKE CAFE FRITZ
Einige
Tage Ruhezeit zu Hause folgen.
Und
auch unser monatlicher Rheinhessenraucher Smoke im Cafe Fritz, diesmal
mit Teilnahme von mehreren Smokerfreunde aus dem Wiesbadener CigarCultClub
sowie natürlich auch von Don Walter Born und einen Bensheimer Smoker.
Diesen
Smoke „verlieren“ wir Rheinhessenraucher deutlich 9 zu 1 denn ich bin
der einzige anwesende Rheinhessenraucher an dem Abend.
Rheinhessenraucher
Smoke August 2004 Cafe Fritz
Es
ist August .................
TEHERAN
Dann
geht es nach Teheran. Ich bin gespannt, denn in unserem Hotel in Teheran
sollte eigentlich schon letztes Jahr eine Casa del Habano eröffnet haben.
Dies hat sich verzögert, jetzt hoffe ich, dass es soweit ist.
Die
Casa ist auch bereits in der Lobby des Esteghal Hotels eingerichtet, öffnet
Ihre Türen jedoch Anfang September 2004. Die extrem freundliche Frau Elham
öffnete jedoch extra für mich und zeigte mir den Laden. Über die Preise
bin ich nicht informiert. Ich freue mich bereits auf eine Zigarre in der
Teheraner Casa beim nächsten Flug.
La
Casa del Habano, Teheran
La
Casa in Teheran
Überhaupt
ist Teheran ein interessantes Flugziel das ich bereits sehr lange kenne.
In unserem jetzigen Hotel habe ich schon in den 7o-er Jahren übernachtet
als der Shah noch regierte. Dann kamen Flüge zur Evakuierung der Ausländer,
dann lange Zeit kein Aufenthalt mehr für die Crews in Teheran, seit einiger
Zeit aber wieder ein Stop dort. Die Lage hat sich stabilisiert, die Verhältnisse
sind akzeptabel, Iran ist auf dem Weg sich zu öffnen, obwohl es unklar
ist welche der Richtungen – die harte oder die liberalere – sich durchsetzen
wird.
Der
Kontakt zu den Menschen ist unproblematisch, sie sind extrem freundlich,
sehr gebildet, sehr interessiert. Wir werden angesprochen, von fremden
Menschen begrüsst und neugierig / wohlwollend befragt. Man unterhält sich
offen mit uns, und man zeigt uns, dass wir willkommen sind. Es sind interessante,
offene Gespräche die ohne Scheu geführt werden.
Man
fühlt sich – zumindest als Mann – nicht unwohl hier.
Unsere
weiblichen Crewmitglieder aber müssen sich bereits im Flugzeug nach der
Landung einen Schador anziehen, bzw. einen Kopftuch.
Im
Hotel haben wir eine ganze eigene Etage für uns, sodass hier diese Regeln
nicht gelten, allerdings müssen diese Regeln ausserhalb unserer Hoteletage
eingehalten werden.
An
Besichtigungen eignen sich der grosse Basar, einer der grössten der Welt
mit 10 km überdachter Gänge oder die ehemalige kaiserliche Sommerresidenz
des Shahs, Sa’dabad, eine grosse Parkanlage im Norden Teherans.
Die
Sommerresidenzen des Shah's
Interieur
im Shah Palast
Mittlerweile
fliegen wir Teheran auch von München aus, und die „Münchener“ Kollegen
haben hier 2 oder 3 Tage frei. Da ist ein Ausflug zum Kaspischen Meer
oder nach Isfahan natürlich sehr reizvoll.
Für
die Stadt haben wir einige Busse mit Fahrer zu unserer Verfügung, das
erleichtert alles.
Nachmittags
geht es zum kleinen Basar nahe dem Hotel, hier kann man Safran, Pistazien,
Obst oder Handwerkliches kaufen.
Im
Basar, Teheran
Im
Basar, Teheran
Dann
geht es weiter in die kühle Schlucht von Darband, an den Berghängen von
Nord Teheran gelegen. Dort kann man den Abend verbringen, auf Teppichen
liegend essen, eine Wasserpfeife rauchen, den Pärchen zuschauen die sich
gerne hier treffen oder sich mit den jungen Leuten unterhalten die neugierig
auf uns sind. Einige sprechen pefekt deutsch oder englisch.
Mit
der Crew in der Schlucht von Arband
Bird
of Fortune
Teheran
:Süsse Früchte als Nachtisch
Leider
hat die Regierung das rauchen von Wasserpfeifen –Shishas – überraschenderweise
vor 3 Monaten verboten .................... es würde „Vergnügen bereiten
„ diese zu rauchen !
In
einem der Restaurants der Arband Schlucht
Im
Basar sind diese jedoch, zusammen mit dem aromatischen Tabak den es in
allen Geschmacksrichtungen gibt, zu bekommen.
Wir
verbringen hier ein paar Stunden, essen gut und geniessen die Kühle.
Dann
ein paar Stunden Schlaf, und es geht wieder nach FRA.
Als
wir gerade auf unseren Crewbus zum Flughafen warten kommt ein Hochzeitspaar
ins Hotel. Wir stehen „Spalier“, gratulieren und klatschen Beifall. Sofort
stellen sich die Brautleute zum Foto mit uns.
GRILLFEST
CIGAR CULT CLUB WIESBADEN-MAINZ
Samstags
dann nach Wiesbaden, dort am Rheinufer sind wir zum Grillfest des Cigar
Cult Clubs eingeladen. Ein lausiger Tag, regnerisch, kalt. Aber am Abend
sind wir in einer sehr warmen, angenehmen Gemeinschaft von Smokern.
Grillfest
Wiesbadener CCC :Die 3 "Rotkäppchen” Nino, Gottfried u. Andreas
Es
macht Spass die Leute wieder zu sehen, neue, interessante Menschen kennenzulernen
– das Ehepaar vom Dalbergerhof,
www.dalbergerhof.de
das
den exzellenten Cigarrinac produziert,
– er bekundet auch Interesse mit uns in Wörrstadt eine Zigarre
zu rauchen. Auch Frau Irene Seiler und eine Gruppe der Bensheimer Smoker
ist da, es ist einfach : schee !!
Gottfried
bekommt auch eine „Los Puros“ Kappe und wird somit ein „Rotkäppchen“ !
Wir
freuen uns einfach so angenehme und liebenswerte Menschen zu kennen und
mit Ihnen eine gute Zigarre und eine schöne Zeit zu teilen.
SINGAPORE
Am
nächsten Abend geht es wieder mal nach Singapore.
Kurz
nach den Feiern zum 39-ten Geburtstag des Stadtstaates landen wir dort.
Die
„Fressgasse“ am Cuppage Plaza wird gerade renoviert, also
weichen wir ins „Ah Meng Cafe“ paralell dazu aus. Dort gibt es
Hawker Food, das Essen der Garküchen Singapores, angereichert durch alle
Rezepte Asiens.
Am
nächsten Tag erledige ich meine Einkäufe – einige Bücher bei Borders und
Druckerpatronen – und lege mich mittags an den Pool. Ab 14h beginnt es
zu regnen. Also Siesta.
Zum
wachwerden dann in die Casa zu Mariam und einen Cappucino. Eine Hoyo des
Dieux begleitet mein „Frühstück“. Ich treffe Paul und Jimmy, beide auch
Teilhaber der Casa. Wir reden viel, erzählen, und Joel, der sich gerade
in Sydney befindet wird angerufen und gegrüsst.

Singapore
Singapore
Temple
& Pagoda Street, Singapore
Singapore
Dinner in Chinatown
Auf
dem Shuttle nach Jakarta
Auf
dem Shuttle nach Jakarta
Jimmy
sucht mir eine feine Lusitania für nach dem Abendessen aus. Neu in der
Casa ist die Auswahl an Macallan. Sämtliche Jahrgänge dieses köstlichen
Wassers sind verfügbar. Ich werde allerdings zu einen Knob Creek Bourbon
eingeladen, den ich sehr cremig, butterig und fast Brandyhaft finde und
sehr geniesse.
Wherever
I lay my Hat ..... is my Casa
Vor
der Casa del Habano Singapore
Abends
geht es in die Garküchen des Maxwell Street Food Centre, dort herrlich
frische Samosas, danach in die benachbarte Temple Street wo ich mir von
verschiedenen Garküchen mein Abendessen auf Bananenblättern zusammenstellen
lasse. Deep
fried Baby Squids, Garlic buttered Prawns, Curry, leider ist Black Pepper
Crab alle.
Ein
Spaziergang die Pagoda Street rauf und runter, die alten Häuser sind hervorragend
restauriert. Beim Bier im 3 Monkees rauche ich die Lusi.
Am
Abflugstag besuche ich noch nachmittags die Casa zu einem Cafe und einer
Bolivar Royal Corona, bevor ich dann abends in die Uniform steige für
den Rückflug.
Nach
genau 12 Stunden hat uns ein dunkles und kühles FRA wieder.
Jetzt
habe ich den 7 Wochen frei. Teilzeit.
Spanien
und Portugal warten auf uns.
Copyright
08-2004 © Ninos Flying Cigar

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