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Und
wieder geht es meine „Brot und Butter“ Strecke entlang nach Asien, konkret
nach Beijing.
Obwohl
hier müsste ich eigentlich meine „Dark & Duck“ Strecke schreiben.
Duck
wegen der Ente die ich so gerne dort esse & Dark wegen dem selbsgebrautem
Hefeweizen ( nach dt. Reinheitsgebot ) dass es dazu gibt.
Der
Entenofen im Dark & Duck
Das
selbstgebraute Bier
Praktischerweise
heisst das Restaurant dann auch so, „Dark & Duck“ und noch praktischer
ist es gegenüber unserem Hotel gelegen.
Wir
sind hier im Kempinski Lufthansa Beijing Center, einem grossen Komplex
mit Hotel, Shopping Center, Airline Büros, Intern. Klinik und nicht zu
vergessen, einem Paulaner Brauhaus und der Salsa Cabana Lounge mit Kuba
Ambiente.
Das
Kempinski und das Beijing Lufthansa Center
Die
Salsa Cabana Lounge im Kempinski
Da
gegenüber auch die deutsche Botschaftsschule und die Botschaftswohnungen
sind (letztes Jahr war die Schule in den Schlagzeilen weil viele Nordkoreaner
über die Mauer sprangen und um Asyl baten), gibt es noch eine urige, gute
Expat Kneipe namens „Schillers“ gegenüber dem Hotel, wo man nicht nur
das hervorragende Tsingtao oder das Beijing Bier bekommt, sondern auch
in China gebrautes Weizenbier aus der Flasche.
Chinesisches
Weizenbier
Im
„Dark & Duck“ fühle ich mich besonders wohl und bevor ich im „Schillers“
die Happy Hour und meine Zigarre geniesse, habe ich bereits einen Tisch
und einige Enten für meine Crew reservieren lassen.
Bei
der Gelegenheit begrüsse ich den Koch des Entengrills, Herrn Shi Zhan
Giang, besonders herzlich, denn wir kennen uns seit Jahren, mögen uns
sehr gerne, freuen uns immer wieder wenn wir uns treffen......................
und können kein Wort miteinander reden da er kein englisch und ich kein
chinesisch spreche.
Mit
dem Koch vom Dark & Duck
Nichtsdestotrotz
ist es immer wieder eine Freude.
Die
Ente so delikat zu grillen dass die Haut so knusprig ist – man isst nur
die Haut eingewickelt im Teig mit Sauce und Gemüse – ist eine grosse Kunst.
Seine Enten sind Spitze.
Die
Haut wird in dünnen Scheiben geschnitten
Fertig
zum essen
Mittlerweile
ist nach Beijing zu kommen für mich so etwas wie coming home, da ich hier
sehr oft bin, die Leute kenne, Freunde habe, hier eine kurze Hospitanz
in unserem Stadt- und Flughafenbüro machte, und mich hier sehr, sehr wohl
fühle.
Mit
meinem guten Freund und Kollegen Mr Chen
Zum
ersten Mal war ich 1980 in – damals noch - Peking. Wir hatten lange Jahre
hier eine ganze Woche frei. Es war abenteuerlich. Die Zimmertüren im Airporthotel
hatten keinen Schlüssel, Aufpasser im Flur sorgten für Kontrolle. Alle
Menschen waren in grünen oder blauen Uniformen gekleidet, es gab keine
private Kleidung. Es gab Aber-millionen Fahrräder, aber nur (noch in 1985)
4000 Autos in der Stadt. Heute ist es umgekehrt.
Damals
durften nur Delegationen oder offizielle Gruppen das Land bereisen, wir
waren priviligiert. In den öffentlichen Bussen sollten die Leute aufstehen
und uns, den ehrenwerten Besuchern und Freunde Chinas, die Sitze anbieten.
Ausflüge
zur nahe gelegenen Grossen Mauer waren ein Abenteuer. Das staatlicheFremdenverkehrs
Amt
schickte ein Bus für uns, bestückt mit einem Kasten Bier, Limo und Wasser,
dazu ein „Fresspaket“ mit Sandwich, hartgekochtes Ei und Orange und wir
fuhren nach Badaling und besuchten die Mauer an einer ihrer schönsten
Stellen.
An
der Grossen Mauer
Die
Grosse Mauer aus der Luft
Heute
ist dort ein Great-Disney-Wall-Land. Man fährt mit Sessellift hoch zur
Mauer, man rutscht auf einer Rutschbahn wieder ins Tal und ist umgeben
von MacDonalds, Starbucks und Shops.
So
ändern sich die Zeiten. Meine ersten Besuche in PEK damals, wo ich die
Woche immer gut ausnutzte, kamen mir immer vor wie eine Reise zum Planeten
Mars.
Heute
ist alles modern, hektisch, Verkehr ohne Ende, einfach eine Grossstadt.
Vertraut.
Die
traditionellen Hutongs ( Wohnhöfe ) wo die Grossfamilien zusammen wohnten,
sind fast alle verschwunden und haben Hochhäusern Platz gemacht.
Beijing
ist tough, solide, ernsthaft, seriöse Hauptstadt mit 14 Millionen Menschen.
Dazu
ein hartes Klima. Die Gobi Wüste ist gerade hinter den Bergen, Staubstürme
machen manchmal selbst den Flughafen dicht. Kontinentales Klima, hart,
heiss und kalt. Manchmal bitterkalt, nicht weil die Temperatur so tief
ist, sondern weil es eine trockene, harte Kälte ist.
Oder
eine heisse, trockene Hitze.
Dazu
Luftverschmutzung durch Autos und – noch - Grossindustrie in der Stadt.
Es wird mit Kohle geheizt. Mit allem was brennt. Nach 2 Tagen in der Stadt
im Winter holt man Briketts aus der Nase........ oder man hat schnell
eine Augenentzündung.
Aber
die Stadt bietet auch viel. Den grössten Platz der Welt ( 40 Hektar gross,
Platz für über eine Million Menschen ), den daran grenzenden Kaiserpalast,
die Verbotenen Stadt, den Beihei Park, den Himmelstempel, die Ming Gräber,
die Grosse Mauer und mein Liebling, der Xiangshan, der alte Sommerpalast.
Das
Mao Mausoleum
Detail
im Sommerpalast
Der
Himmelstempel
Eingang
zur Verbotenen Stadt
Dazu
z.B. die „begnadeten & biegsamen Körper“ der Akrobaten, die schon
Andre Heller auf Tournee nach Europa nahm – vor 25 Jahren eine der wenigen
Attraktionen abends für uns.
Tolle
Einkaufsmöglichkeiten kommen dazu.
In
China wird fast alles mittlerweile hergestellt was in den USA und /oder
Europa verkauft wird.
Textilien,
Daunenbekleidung, Schuhe, Perlen.
A
Shopper's paradise.
Bei
meiner Hospitanz lernte ich auch die wirtschaftliche Bedeutung Chinas
kennen, besonders für den deutschen Handel. Ich besuchte Firmen wie Siemens
die hier Tausende von Angestellten haben. VW verkauft mittlerweile mehr
PKW’s in China als in Deutschland und ist unser grösster Frachtkunde.
Aber auch mittelständische Firmen haben hier ihre Büros.
Wir
haben seit den 80-er Jahre eine Ko-operation mit Air China und ein Wartungsbetrieb
in PEK, Ameco, das bereits auch grössere Checks an unseren Jumbos durchführt.
Und
so fliege ich also in die Nacht, nach etwas über 2 Stunden überfliegen
wir das Lichtermeer von Moskau. Wir sind gerade auf 11.100 Meter gestiegen
von 10.100 Metern. Über Russland wird in Metern, nicht in Fuss gestaffelt.
Gestartet
sind wir um 1740 in FRA, landen werden wir um 0220 FRA-Zeit oder 0920
Uhr lokale Zeit, 10 Minuten vor der Zeit.
Es
sieht aus als würde ich wiedermal den Baikalsee verpassen, wir fliegen
südlicher und es ist noch dunkel. Vielleicht habe ich auf dem Rückflug
mehr Glück.
Anflug
auf Beijing im Nebel
In
PEK dann das übliche Programm, raus, in die Stadt, einkaufen, Freunde
treffen, Fotos machen.
Etwas
Siesta nachmittags. Dann nebenan ins Kunlun Hotel. Dort in der Lobby gibt
es einen Macanudo Laden, den will ich besuchen.
Und
es lohnt sich !! Im Schaufenster ein Humidor mit Trinidad & Cohiba
Lanceros vom feinsten, oben drauf die Visitenkarte von Fidel Castro Ruz,
Präsident der Republik Kuba. Wahnsinn !!
Macanudo
Store im Kunlun Hotel
Fidel
Castro Humidor
Man
bedeutet mir dass ich keine Fotos machen soll, aber man ist nachsichtig
mit mir.
Ich
bin einfach begeistert.
Aber
: Unverkäuflich.................... Oder bereits verkauft.
Castro
war letztes Jahr in PEK auf Staatsbesuch.
Daneben
auch einige „Sonderexemplare“ von Robaina die mir ein Rätsel aufgeben,
das Format kenne ich, aber dass man es rauchen kann............................
Erinnert mich irgendwie an den Spruch ............. „Rauch Dein
Ding“.................. hier liegt es................... das „Ding“.
Das
"Ding" made by Robaina ??
Gegenüber
vom Kunlun Hotel gibt es einen Markt, und ich habe den Tip bekommen dass
man dort auch Humidore haben soll. Den Laden auch gefunden, und mich mit
der Inhaberin Mrs Ada gut unterhalten.
Sie
ist jung, flippig, leicht verrückt, raucht Zigarre und hat 2 Tabakläden
in PEK !! Toll. Hatte sehr gute Davidoffs und RyJ Churchill im Angebot.
Siehe Fotos ihrer Humidore. Die Preise ca. 150 EUR.
Ein
guter Tip für mich, könnte hier Stammkunde werden.
Abends
dann Happy Hour und danach die Enten in gemütlicher Runde.
Am
nächsten Tag more of the same. Aber nachmittags habe ich mal etwas
Zeit für eine medizinische Massage von 2 Stunden, die mich vom Stress
etwas befreit und mir eine gute Siestamöglichkeit gibt. Die TCM, die Traditionelle
Chinesische Medizin ist weltberühmt und gut.
Der
Rückflug ist eine Stunde verspätet. Ich bin bereits um 0500 früh wach,
2200 deutscher Zeit, aber statt um 0930 ist unser Pick-Up um 1030.
Ein
harter, langer Tag wartet auf mich.
Wir
fliegen dank Rückenwindes aber nur etwas über 9 Std. und sind fast pünktlich
in FRA gegen 1500 Uhr.
Über
der Mongolei auf dem Heimflug
Diesmal
habe ich Glück, tolle Sicht, blauer Himmel und wir überfliegen den südlichen
Teil des Baikalsees.
Der
Baikal See
Der
Baikal See
Da
über uns alles „dicht“ ist, also andere Flugzeuge, müssen wir auch relativ
tief, in 9600 Metern fliegen.
Der
riesige, zugefrorene See ist wunderschön zu sehen.
Grandios
Unser
Schatten über dem gefrorenem See
Es
ist der grösste Süsswassersee der Welt.
Auch
die nahe gelegene Stadt Irkutsk ist gut sichtbar, besonders wegen der
Dunstglocke über der Stadt.
Eine
Asiana B-747-400 fliegt uns entgegen, 500 Meter über uns, Richtung Seoul.
Eine
Asiana B-747-400 auf dem Weg nach Seoul
Meine
Cockpit Crew ist so freundlich und macht beindruckende Fotos für mich.
Wir
haben in der Kabine gut zu tun, der Flug ist voll, wir haben eine Business
Class Version von 99 Gästen.
Viele
wollen vor dem Wochenende wieder nach Hause.
Etwas
später überholen wir eine Aeroflot IL-86 die 5 Minuten vor uns in PEK
gestartet war.
Wir
überholen eine Il-86
Vor
dem Ural hat man noch bizarre Flusslandschaften in Schnee und Eis in Sicht.
Sibirische
Flusslandschaft
Deutsch-Polnische
Küste an der Ostsee
Mit
einem tollen Anflug auf FRA in der Sonne, am Flughafen vorbei, über den
Rhein bei Nackenheim, direkt über mein Wörrstadt, mit einer Rechtskurve
und Endanflug über Mainz und den Opelwerken landen wir dann wieder daheim.
Frankfurt
Flughafen
Oppenheim
am Rhein
Ein
schöner Flug geht zu Ende. Jetzt habe ich lange frei und werde nur privat
fliegen.
Dubai
wartet mit schöner Sonne und exzellenten Zigarren auf uns.
Aber
das ist eine andere Geschichte.
Copyright
02-2004 © Ninos Flying Cigar
Weitere Fotos zu diesem Bericht
:
In
der Verbotenen Stadt.
Das
moderne Beijing
Alt
und Neu in Beijing
Nur
noch die Taxis tragen den roten Stern
Selbst
die Taxifahrer sind freundlich
Vom
Aussterben bedroht
Das
rollende Aquarium
Copyright
02-2004 © Ninos Flying Cigar
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